Jugendschutz

 

Kind vor dem TVJugend­li­che und vor allem Kin­der haben ihre Per­sön­lich­keit noch nicht voll­stän­dig ent­wi­ckelt. Gera­de durch die Medi­en kön­nen sie mit Inhal­ten in Kon­takt kom­men, die eher für Erwach­se­ne bestimmt sind und dem­entspre­chend von Kin­dern und Jugend­li­chen schlecht oder gar nicht ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Auf­ga­be des Jugend­me­di­en­schut­zes ist es, die­se nega­ti­ven Ein­flüs­se so gering wie mög­lich zu hal­ten und somit die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen zu schüt­zen. Die Medi­en­in­hal­te las­sen sich hier­für in drei Kate­go­ri­en unter­tei­len:

 

1. Sendezeiten / Altersstufen

Hier geht es um die soge­nann­ten ent­wick­lungs­be­ein­träch­ti­gen­den Inhal­te, die einen nega­ti­ven Ein­fluss auf die gesun­de Ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen haben kön­nen. Unter ande­rem sind dies Ange­bo­te mit scho­ckie­ren­den, bedroh­li­chen oder ängs­ti­gen­den Inhal­ten, die bei Kin­dern und Jugend­li­chen eine über­mä­ßi­ge psy­chi­sche Belas­tung her­vor­ru­fen kön­nen.

Im Rund­funk dür­fen sol­che Sen­dun­gen nur zu Zei­ten aus­ge­strahlt wer­den, zu denen Kin­der und Jugend­li­che gewöhn­lich nicht fern­se­hen, also zu Abend- bzw. Nacht­zei­ten. Je nach­dem, ob eine Sen­dung auf klei­ne Kin­der, auf jün­ge­re oder auch auf älte­re Jugend­li­che eine beein­träch­ti­gen­de Wir­kung hat, muss der Rund­funk­ver­an­stal­ter eine geeig­ne­te Sen­de­zeit wäh­len. Sen­dun­gen, die für Kin­der oder Jugend­li­che unter 16 Jah­ren nicht geeig­net sind, dür­fen erst ab 22 Uhr aus­ge­strahlt wer­den und müs­sen als sol­che ange­kün­digt wer­den. Meis­tens wird mit dem Satz:“ Die­se Sen­dung ist nicht geeig­net für Zuschau­er unter 16 Jah­ren“ dar­auf hin­ge­wie­sen. Sen­dun­gen für Zuschau­er ab 18 Jah­ren sind erst ab 23 Uhr erlaubt und wer­den eben­falls ent­spre­chend gekenn­zeich­net.

Der Rund­funk­ver­an­stal­ter kann aber auch jugend­schutz­re­le­van­te Sen­dun­gen mit­tels geson­der­ter Jugend­schutz­sper­ren  (Jugend­schutz­code) ver­schlüs­seln.

Im Inter­net sind als Zugangs­be­schrän­kun­gen tech­ni­sche Kon­troll­me­cha­nis­men wie Jugend­schutz­pro­gram­me  oder/und tech­ni­sche Mit­tel vor­ge­se­hen.

wei­te­re Infor­ma­tio­nen: § 5 Jugend­me­di­en­schutz-Staats­ver­trag

 

2. Bedingt zulässige Angebote

Por­no­gra­fi­sche sowie bestimm­te indi­zier­te und offen­sicht­lich schwer jugend­ge­fähr­den­de Inhal­te dür­fen ledig­lich  im Inter­net und auch nur dann ver­brei­tet wer­den, wenn der Anbie­ter durch geschlos­se­ne Benut­zer­grup­pen sicher­stellt, dass nur Erwach­se­ne Zugriff dar­auf haben.

Zur Sicher­stel­lung geschlos­se­ner Benut­zer­grup­pen wer­den so genann­te Alters­verifikations­systeme (AV-Sys­te­me) bzw. Alters­prüf­sys­te­me ein­ge­setzt.

wei­te­re Infor­ma­tio­nen: § 4 Abs. 2 Jugend­me­di­en­schutz-Staats­ver­trag

 

3. Unzulässige Angebote

Abso­lut unzu­läs­sig im Rund­funk und im Inter­net sind ins­be­son­de­re:

  • Ver­wen­dung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Orga­ni­sa­tio­nen
  • Auf­sta­che­lung zum Ras­sen­hass
  • Ver­harm­lo­sung von Hand­lun­gen, die unter der Herr­schaft des Natio­nal­so­zia­lis­mus began­gen wur­den
  • Ver­herr­li­chung oder Ver­harm­lo­sung grau­sa­mer, unmensch­li­cher Gewalt
  • Kriegs­ver­herr­li­chung
  • Gewalt-, Tier- und Kin­der­por­no­gra­fie (gilt auch für vir­tu­el­le Dar­stel­lun­gen)
  • Dar­stel­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen in unna­tür­lich geschlechts­be­ton­ter Kör­per­hal­tung (gilt auch für vir­tu­el­le Dar­stel­lun­gen)
  • Ver­let­zung der Men­schen­wür­de, ins­be­son­de­re durch die Dar­stel­lung von Men­schen, die ster­ben oder schwe­ren kör­per­li­chen oder see­li­schen Lei­den aus­ge­setzt sind.

 wei­te­re Infor­ma­tio­nen: § 4 Abs. 1 Jugend­me­di­en­schutz-Staats­ver­trag

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